Düsseldorfer Tabelle 2018

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Übersicht Düsseldorfer Tabellen vergangener Jahre

Inoffizielle Düsseldorfer Tabelle 2018 – voraussichtlich gültig ab 01.01.2018

Achtung – Tabelle noch nicht offiziell !

Altersstufen in Jahren
(§ 1612 a Abs.1 BGB)

Nettoeinkommen des Barunterhaltspflichtigen
(Anm. 3, 4)

0-5

6-11

12-17

ab 18

Prozentsatz Bedarfskontroll-betrag
(Anm. 6)
1. bis 1500 342 393 460 527 100 880 / 1080
2. 1501-1900 360 413 483 554 105 1180
3. 1901-2300 377 433 506 580 110 1280
4. 2301-2700 394 452 529 607 115 1380
5. 2701-3100 411 472 552 633 120 1480
6. 3101-3500 438 504 589 675 128 1580
7. 3501-3900 466 535 626 717 136 1680
8. 3901-4300 493 566 663 759 144 1780
9. 4301-4700 520 598 700 802 152 1880
10. 4701-5100 548 629 736 844 160 1980
11. über 5100 nach den Umständen des Falles

Anmerkungen:

  1. Die Tabelle hat keine Gesetzeskraft, sondern stellt eine Richtlinie dar. Sie weist den monatlichen Unterhaltsbedarf aus, bezogen auf drei Unterhaltsberechtigte, ohne Rücksicht auf den Rang. Der Bedarf ist nicht identisch mit dem Zahlbetrag; dieser ergibt sich unter Berücksichtigung der nachfolgenden Anmerkungen.
    Bei einer größeren/geringeren Anzahl Unterhaltsberechtigter können Ab- oder Zuschläge durch Einstufung in niedrigere/höhere Gruppen angemessen sein. Anmerkung 6 ist zu beachten. Zur Deckung des notwendigen Mindestbedarfs aller Beteiligten – einschließlich des Ehegatten – ist gegebenenfalls eine Herabstufung bis in die unterste Tabellengruppe vorzunehmen. Reicht das verfügbare Einkommen auch dann nicht aus, setzt sich der Vorrang der Kinder im Sinne von Anm. 5 Abs. 1 durch. Gegebenenfalls erfolgt zwischen den erstrangigen Unterhaltsberechtigten eine Mangelberechnung nach Abschnitt C.
  2. Die Richtsätze der 1. Einkommensgruppe entsprechen dem Mindestbedarf gemäß der Verordnung zur Festlegung des Mindestunterhalts minderjähriger Kinder nach § 1612a Absatz 1 BGB vom 3. Dezember 2015 (BGBl. I 2015, 2188). Der Prozentsatz drückt die Steigerung des Richtsatzes der jeweiligen Einkommensgruppe gegenüber dem Mindestbedarf (= 1. Einkommensgruppe) aus. Die durch Multiplikation des gerundeten Mindestbedarfs mit dem Prozentsatz errechneten Beträge sind entsprechend § 1612 a Abs. 2 S. 2 BGB aufgerundet.
  3. Berufsbedingte Aufwendungen, die sich von den privaten Lebenshaltungskosten nach objektiven Merkmalen eindeutig abgrenzen lassen, sind vom Einkommen abzuziehen, wobei bei entsprechenden Anhaltspunkten eine Pauschale von 5 % des Nettoeinkommens – mindestens 50 Euro, bei geringfügiger Teilzeitarbeit auch weniger, und höchstens 150 Euro monatlich – geschätzt werden kann. Übersteigen die berufsbedingten Aufwendungen die Pauschale, sind sie insgesamt nachzuweisen.
  4. Berücksichtigungsfähige Schulden sind in der Regel vom Einkommen abzuziehen.
  5. Der notwendige Eigenbedarf (Selbstbehalt)
    – gegenüber minderjährigen unverheirateten Kindern,
    – gegenüber volljährigen unverheirateten Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden, beträgt beim nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 880 Euro, beim erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 1.080 Euro. Hierin sind bis 380 Euro für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Der Selbstbehalt soll erhöht werden, wenn die Wohnkosten (Warmmiete) den ausgewiesenen Betrag überschreiten und nicht unangemessen sind.
    Der angemessene Eigenbedarf, insbesondere gegenüber anderen volljährigen Kindern, beträgt in der Regel mindestens monatlich 1.300 Euro. Darin ist eine Warmmiete bis 480 Euro enthalten.
  6. Der Bedarfskontrollbetrag des Unterhaltspflichtigen ab Gruppe 2 ist nicht identisch mit dem Eigenbedarf. Er soll eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den unterhaltsberechtigten Kindern gewährleisten. Wird er unter Berücksichtigung anderer Unterhaltspflichten unterschritten, ist der Tabellenbetrag der nächst niedrigeren Gruppe, deren Bedarfskontrollbetrag nicht unterschritten wird, anzusetzen.
  7. Bei volljährigen Kindern, die noch im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnen, bemisst sich der Unterhalt nach der 4. Altersstufe der Tabelle.
    Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, beträgt in der Regel monatlich 735 EUR. Hierin sind bis 300 EUR für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Dieser Bedarfssatz kann auch für ein Kind mit eigenem Haushalt angesetzt werden.
  8. Die Ausbildungsvergütung eines in der Berufsausbildung stehenden Kindes, das im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnt, ist vor ihrer Anrechnung in der Regel um einen ausbildungsbedingten Mehrbedarf von monatlich 90 Euro zu kürzen.
  9. In den Bedarfsbeträgen (Anmerkungen 1 und 7) sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Studiengebühren nicht enthalten.
  10. Das auf das jeweilige Kind entfallende Kindergeld ist nach § 1612 b BGB auf den Tabellenunterhalt (Bedarf) anzurechnen.

Kindergeldanrechnung nach § 1612 b Abs. 5 BGB
Das auf das jeweilige Kind entfallende Kindergeld ist nach § 1612 b BGB auf den Tabellenunterhalt (Bedarf) anzurechnen.

Die folgenden Tabellen enthalten die sich nach Abzug des jeweiligen Kindergeldanteils (hälftiges Kindergeld bei Minderjährigen, volles Kindergeld bei Volljährigen) ergebenden Zahlbeträge. Ab dem 1. Januar 2018 beträgt das Kindergeld für das erste und zweite Kind 194 EUR, für das dritte Kind 200 EUR und ab dem vierten Kind 225 EUR.

Kindergeldverrechnungstabelle in Euro

1. und 2. Kind

0 – 5

6 – 11

12 – 17

ab 18

%

1.

bis 1500

245

296

363

334

100

2.

1501-1900

263

316

386

361

105

3.

1901-2300

280

336

409

387

110

4.

2301-2700

297

355

432

414

115

5.

2701-3100

314

375

455

440

120

6.

3101-3500

341

407

492

482

128

7.

3501-3900

369

438

529

524

136

8.

3901-4300

396

469

566

566

144

9.

4301-4700

423

501

603

609

152

10.

4701-5100

451

532

639

651

160

3.Kind

0 – 5

6 – 11

12 – 17

ab 18

%

1.

bis 1500

242

293

360

328

100

2.

1501-1900

260

313

383

355

105

3.

1901-2300

277

333

406

381

110

4.

2301-2700

294

352

429

408

115

5.

2701-3100

311

372

452

434

120

6.

3101-3500

338

404

489

476

128

7.

3501-3900

366

435

526

518

136

8.

3901-4300

393

466

563

560

144

9.

4301-4700

420

498

600

603

152

10.

4701-5100

448

529

636

645

160

Ab 4. Kind

0 – 5

6 – 11

12 – 17

ab 18

%

1.

bis 1500

229,5

280,5

347,5

303

100

2.

1501-1900

247,5

300,5

370,5

330

105

3.

1901-2300

264,5

320,5

393,5

356

110

4.

2301-2700

281,5

339,5

416,5

383

115

5.

2701-3100

298,5

359,5

439,5

409

120

6.

3101-3500

325,5

391,5

476,5

451

128

7.

3501-3900

353,5

422,5

513,5

493

136

8.

3901-4300

380,5

453,5

550,5

535

144

9.

4301-4700

407,5

485,5

587,5

578

152

10.

4701-5100

435,5

516,5

625,5

620

160